Kaninchen

Veröffentlicht: Oktober 27, 2012 in Deutschunterricht

Aufsatz-Kurs: Wesentliche Informationen zusammenfassen

Kaninchen (Oryctolagus cuniculus)

Kaninchen (Oryctolagus cuniculus) gehören zur Familie der Hasenartigen und sind Säugetiere. Kaninchen können bis zu zehn, manchmal auch zwölf Jahre alt werden. Kaninchen sind ziemlich klein: Vom Kopf bis zum Po werden sie 34 bis 45 Zentimeter lang, 16 bis 18 Zentimeter hoch und ein bis maximal drei Kilogramm schwer. Ihre Ohren sind sechs bis 7,5 Zentimeter lang und immer aufgerichtet.

Typisch für Kaninchen ist, dass der obere Rand der Ohren schwarz ist. Oben ist er dunkel und auf der Unterseite weiß gefärbt. Das Fell der Kaninchen kann beige, braun, grau, schwarz oder weiß sein. Kaninchen haben eine Besonderheit: Ihre Schneidezähne wachsen ein Leben lang nach. Männchen und Weibchen sind nur schwer zu unterscheiden.

Nah mit den Kaninchen verwandt ist der Feldhase und der Schneehase. Außerdem gibt es neben den Wildkaninchen inzwischen etwa 100 verschiedene Kaninchen-Rassen, die vom Menschen gezüchtet wurden und als Haustiere gehalten werden. Sie sind wegen ihres Fleischs, aber auch wegen ihres Fells und der Wolle begehrt wie etwa die langhaarigen Angora-Kaninchen.

Verwirrend ist der Name einer ganz besonderen Rasse: Es sind die Hasenkaninchen. Sie sind nicht etwa eine Kreuzung aus Hase und Kaninchen – was biologisch gar nicht möglich wäre – sondern eine Züchtung aus einer belgischen Kaninchenrasse, den Belgischen Riesen. Hasenkaninchen sind größer als andere Kaninchen, sie wiegen 3,5 bis 4,25 Kilogramm. Ihr Körper ist langgestreckt und elegant. Ihr Fell ist rötlich getönt ähnlich wie bei einem wilden Hasen.

Wild-Kaninchen gab es früher wahrscheinlich nur auf der Iberischen Halbinsel, also in Spanien und Portugal sowie in Nordwestafrika. Sie wurden aber schon sehr früh von Menschen gehalten und bis auf die Britischen Inseln sowie nach Irland, Südschweden und auf die Kanarischen Inseln gebracht. Heute sind sie fast auf der ganzen Welt zu Hause, weil als Haustiere gehaltene Kaninchen von europäischen Siedlern mitgenommen und ausgesetzt wurden: Sie leben in Australien und Neuseeland ebenso wie in Südamerika. Kaninchen mögen trockene Lebensräume mit Sand- und Lehm- oder Felsböden.  Man findet sie vor allem in Grassteppen, Parklandschaften und lichten Wäldern.

Kaninchen sind vor allem in der Dämmerung aktiv. Sie leben meist in einem festen Gebiet mit etwa einem Quadratkilometer Durchmesser. Dort haben sie ihren unterirdischen Bau, in dem sie sicher und vor Feinden geschützt sind. Diese Baue bestehen aus bis zu 2,7 Meter tiefen, verzweigten Gängen. Manchmal leben sie aber auch in Felsspalten und Mulden an der Erd-Oberfläche. Kaninchen sind sehr gesellige Tiere: Eine Kaninchenfamilie besteht aus bis zu 25 Tieren. Meist leben ein erwachsenes Männchen, mehrere Weibchen und viele Jungtiere zusammen. „Chef“ der Familie ist das Männchen. Fremde Tiere aus einer anderen Familie werden nicht geduldet sondern verjagt.

Wenn Sie nach Nahrung suchen, wandern sie schon mal bis zu fünf Kilometer weit. Dabei benutzen sie immer die gleichen Wege: Manchmal kann man diese Pfade im Gras entdecken, weil sie richtig ausgetreten sind. Solche Wege werden auch Wechsel genannt. Kaninchen haben eine ganz typische Fortbewegungsart: Sie springen und hoppeln. Kaninchen können sehr gut hören. Das ist wichtig, damit sie in freier Wildbahn rechtzeitig auf Gefahren aufmerksam werden und fliehen können. Da sie in der Lage sind, beide Ohren unabhängig voneinander zu bewegen, können sie gleichzeitig mit dem einen Ohr nach vorne und mit dem anderen nach hinten hören – so entgeht ihnen kein Geräusch. Außerdem können Kaninchen sehr gut sehen, vor allem in die Ferne und in der Dämmerung, und sie können sehr gut riechen. Als Haustiere wurden Kaninchen schon von den Römern vor etwa 2000 Jahren gehalten. Sie schätzten diese Tiere vor allem als Fleischlieferanten.

Kaninchen ernähren sich von Gras, Kräutern, Wurzeln, Knospen, Pilzen und Gemüse. Ab und zu fressen sie auch Regenwürmer und Schnecken. Wer ein Kaninchen hält, kann ab und zu Fertigfuttermischung füttern. Allerdings sollte auf Fertigfutter besser verzichtet werden, denn es ist oft zu kalorienreich und mit Zucker oder andern Zugaben versetzt. Dadurch werden Kaninchen zu dick und können Verstopfung und Durchfall bekommen. Kaninchen brauchen unbedingt Heu, das ihnen Tag und Nacht zur Verfügung stehen muss. Bekommen Kaninchen zu wenig Heu, funktioniert ihre Verdauung nicht mehr.

Zusätzlich brauchen Kaninchen Frischfutter wie Löwenzahnblätter, Brennnesseln und Schafgarbe. Und natürlich dürfen Möhren oder ein wenig Salat nicht fehlen. Auch Obst wie Äpfel und Birnen schmecken Kaninchen. Zuviel Frischfutter ist aber ungesund: Nasse Salatblätter können ebenso wie die verschiedenen Kohl-Arten zu starken Blähungen führen, an denen die Kaninchen sogar sterben können.  Deshalb sollte man Kohl gar nicht oder nur in kleinen Portionen füttern und Salat immer waschen und abtrocknen.  Da Kaninchen ihre nachwachsenden Zähne immer abnutzen müssen, brauchen sie auch hartes Futter wie getrocknete Zweige oder Heu. Und natürlich müssen sie immer frisches Wasser bekommen.

Fragen zum Text:

1. Zu welcher Tiergruppe gehören die Kaninchen?

  • Kaninchen (Oryctolagus cuniculus) gehören zur Familie der Hasenartigen und sind Säugetiere.

2. Wie sehen sie aus?

  • Typisch für Kaninchen ist, dass der obere Rand der Ohren schwarz ist.
  • Oben ist er dunkel und auf der Unterseite weiß gefärbt.
  • Das Fell der Kaninchen kann beige, braun, grau, schwarz oder weiß sein.

3. Wie ernähen sie sich?

  • Kaninchen ernähren sich von Gras, Kräutern, Wurzeln, Knospen, Pilzen und Gemüse.
  • Wer ein Kaninchen hält, kann ab und zu Fertigfuttermischung füttern.
  • Zusätzlich brauchen Kaninchen Frischfutter wie Löwenzahnblätter, Brennnesseln und Schafgarbe.
  • Obst wie Äpfel und Birnen schmecken Kaninchen.
  • Kaninchen müssen immer frisches Wasser bekommen.

4. Wie leben Kaninchen?

  • Kaninchen sind vor allem in der Dämmerung aktiv.
  • Kaninchen sind sehr gesellige Tiere: Eine Kaninchenfamilie besteht aus bis zu 25 Tieren.
  • Kaninchen haben eine ganz typische Fortbewegungsart: Sie springen und hoppeln.
  • Kaninchen können sehr gut hören.
  • Kaninchen können sehr gut sehen, vor allem in die Ferne und in der Dämmerung, und sie können sehr gut riechen.

5. Wo leben Kaninchen?

  • Wild-Kaninchen gab es früher wahrscheinlich nur auf der Iberischen Halbinsel, also in Spanien und Portugal sowie in Nordwestafrika.
  • Auf die Britischen Inseln, Irland, Südschweden und auf die Kanarischen Inseln.
  • Heute sind sie fast auf der ganzen Welt zu Hause, weil als Haustiere gehaltene Kaninchen von europäischen Siedlern mitgenommen und ausgesetzt wurden: Sie leben in Australien und Neuseeland ebenso wie in Südamerika.
  • Kaninchen mögen trockene Lebensräume mit Sand- und Lehm- oder Felsböden.

Zusammenfassung

Kaninchen (Oryctolagus cuniculus) gehören zur Familie der Hasenartigen und sind Säugetiere. Kaninchen können bis zu zehn, manchmal auch zwölf Jahre alt werden. Es gibt so viele verschiedene Farbe von Kaninchen. Zum Beispiel weiβ, braun, grau, beige, oder schwarz. Typisch für Kaninchen ist, dass der obere Rand der Ohren schwarz ist. Kaninchen ernähren sich von Gras, Kräutern, Wurzeln, Pilzen, und Gemüse. Aber man kann auch Fertigfuttermischung zu seinen Kaninchen füttern. Allerdings sollte auf Fertigfutter besser verzichtet werden, denn es ist oft zu kalorienreich und mit Zucker oder anderen Zugaben versetzt. Dadurch werden Kaninchen zu dick und können Durchfall bekommen. Manchmal brauchen Kaninchen Frischfutter wie Löwenzahnblätter, Brennnesseln und Schafgarbe. Obst wie Äpfel und Birnen schmecken auch Kaninchen. Aber zu viel Frischfutter ist ungesund: Nasse Salatblätter können ebenso wie die verschiedenen Kohl-Arten zu starken Blähungen führen, an denen die Kaninchen sogar sterben können. Und natürlich brauchen Kaninchen immer frisches Wasser.

Kaninchen sind in der Dämmerung aktiv. Sie sind sehr gesellige Tiere: Eine Kaninchenfamilie besteht aus bis zu 25 Tieren. Sie haben auch eine ganz typische Fortbewegungsart: Sie springen und hoppeln. Sie können sehr gut hören. Es ist sehr wichtig, damit sie in freier Wildbahn rechtzeitig auf Gefahren aufmerksam werden und fliehen können. Kaninchen können sehr gut sehen, vor allem in die Ferne und in der Dämmerung, und sie können sehr gut riechen.

Wild-Kaninchen gab es früher wahrscheinlich nur auf der Iberischen Halbinsel, also in Spanien und Portugal sowie in Nordwestafrika. Auf die Britischen Inseln, Irland, Südschweden und auf die Kanarischen Inseln wurden sie von Menschen gehaltet. Heute sind sie fast auf der ganzen Welt zu Hause, weil als Haustiere gehaltene Kaninchen von europäischen Siedlern mitgenommen und ausgesetzt wurden: Sie leben in Australien und Neuseeland ebenso wie in Südamerika. Kaninchen mögen trockene Lebensräume mit Sand- und Lehm- oder Felsböden.

Autorin:

Rizkicha Dyantari Putri

(Studentin der Deutschabteilung der Universitas Negeri Malang)

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